Paul da Serra – Madeira über den Wolken
Paul da Serra zeigt eine Seite von Madeira, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erwartet.
Keine steilen Küsten, keine tropischen Gärten und keine engen Straßen – sondern Weite. Das große Hochplateau im Inneren der Insel wirkt fast wie eine andere Welt.
Besonders beeindruckend sind die Wolken, die oft tief über der Landschaft hängen oder langsam über das Plateau ziehen. Manchmal hat man das Gefühl, mitten zwischen Himmel und Erde zu stehen.

Gerade dieser Gegensatz macht den Ort so besonders. Während Madeira sonst oft grün, steil und lebendig wirkt, ist Paul da Serra ruhig, offen und fast ein wenig mystisch.

Für mich war es einer dieser Orte, die man nicht wegen einzelner Sehenswürdigkeiten in Erinnerung behält, sondern wegen der Atmosphäre.
Ponta do Pargo – am Ende der Insel
Ponta do Pargo liegt ganz im Westen Madeiras und fühlt sich ein wenig an wie das Ende der Insel.
Die Landschaft wirkt hier rauer und offener. Hohe Klippen treffen auf den Atlantik, der Wind ist spürbar, und überall hat man dieses Gefühl von Weite.

Besonders bekannt ist der kleine Leuchtturm von Ponta do Pargo, der hoch über der Küste liegt. Von dort aus reicht der Blick weit über das Meer und die steilen Felsen der Westküste.

Gerade hier merkt man, wie unterschiedlich Madeira sein kann. Während andere Orte der Insel von Gärten, Bergen oder engen Straßen geprägt sind, steht in Ponta do Pargo vor allem die Natur im Mittelpunkt.

Für mich war es ein Ort, der Ruhe ausgestrahlt hat.
Nicht still im eigentlichen Sinne – dafür war das Meer viel zu präsent – sondern eher diese besondere Ruhe, die entsteht, wenn Landschaft und Weite alles andere für einen Moment unwichtig machen.
Blandy’s Garden – die blühende Seite Madeiras
Madeira ist bekannt für seine Blumen und Gärten – und genau das zeigt sich auch in Blandy’s Garden.
Die Gartenanlage gehört zur traditionsreichen Familie Blandy, die auf Madeira vor allem durch den Madeira-Wein bekannt wurde. Englische Kaufleute ließen sich bereits im 19. Jahrhundert auf der Insel nieder und prägten Handel, Weinbau und auch viele der großen Quintas und Gartenanlagen.



Gerade diese Verbindung zwischen britischem Einfluss und der üppigen Pflanzenwelt Madeiras macht viele Gärten der Insel bis heute besonders.



In Blandy’s Garden wachsen Pflanzen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt. Das milde Klima Madeiras machte es möglich, exotische Blumen, Bäume und Sträucher aus vielen Ländern anzupflanzen und über Jahrzehnte hinweg zu pflegen.



Beim Spaziergang durch die Wege merkt man schnell, warum Madeira oft als „Blumeninsel“ bezeichnet wird. Überall entdeckt man neue Farben, Formen und kleine Details.



Und gleichzeitig spürt man auch etwas von der Geschichte dieser alten Quintas, die früher nicht nur Gärten, sondern oft ganze Landsitze wohlhabender Familien waren.
Für mich war Blandy’s Garden deshalb mehr als nur ein schöner Park.



Es war ein Ort, an dem Natur, Geschichte und die besondere Atmosphäre Madeiras auf ruhige Weise zusammenkommen.
Das Blumenfest – Madeira in voller Blüte
Das Blumenfest gehört bis heute zu den bekanntesten Traditionen Madeiras.
Jedes Frühjahr verwandelt sich Funchal dabei in ein Meer aus Blumen, Farben und Musik. Straßen und Plätze werden geschmückt, überall duftet es nach Blüten, und die ganze Stadt wirkt noch lebendiger als sonst.


Seinen Ursprung hat das Fest nach dem Zweiten Weltkrieg. Es sollte Hoffnung, Frieden und den Beginn des Frühlings symbolisieren. Bis heute gehört auch die sogenannte „Mauer der Hoffnung“ dazu, an der Kinder Blumen niederlegen.

Besonders bekannt sind die großen Festwagen, die mit unzähligen Blumen dekoriert werden und durch die Straßen ziehen. Dazu kommen traditionelle Kleidung, Musik und Tänze, die das Blumenfest zu einem der wichtigsten Ereignisse auf Madeira machen.


Für mich hat dieses Fest noch einmal perfekt gezeigt, warum Madeira oft als Blumeninsel bezeichnet wird.
Es geht nicht nur um die Pflanzen selbst, sondern um dieses besondere Lebensgefühl, das überall spürbar ist.
Farben, Wärme und diese ganz eigene Atmosphäre, die Madeira so unvergesslich macht.