*RETRO* Madeira 1997

Santana – ein Stück ursprüngliches Madeira

Santana gehört zu den bekanntesten Orten auf Madeira, und das vor allem wegen der traditionellen Häuser mit ihren strohgedeckten Dächern.

Diese kleinen, bunten Häuser wirken fast wie aus einer anderen Zeit. Ursprünglich wurden sie von Bauern gebaut und waren typisch für den Norden der Insel. Die steilen Dächer hatten einen ganz praktischen Grund: den vielen Regen schnell ablaufen zu lassen.

Wenn man heute durch Santana geht, wirkt vieles fast ein bisschen wie ein Blick in die Vergangenheit. Auch wenn die Häuser mittlerweile vor allem als Sehenswürdigkeit erhalten werden, zeigen sie doch, wie das Leben auf Madeira früher einmal war.

Für mich war Santana genau das:
ein Ort, der ein Stück Geschichte bewahrt hat.

Und gleichzeitig einer, der zeigt, wie eng Natur und Leben auf der Insel miteinander verbunden sind.

Seixal – ein ruhiger Ort an der Nordküste

Seixal liegt ebenfalls an der Nordküste von Madeira und zeigt noch einmal eine ganz andere Seite der Insel.

Hier wirkt alles ein wenig ursprünglicher. Die Berge sind näher, die Natur grüner, und das Meer gehört einfach dazu. Es ist kein Ort, der laut ist oder sich in den Vordergrund drängt.

Bekannt ist Seixal auch für seinen dunklen Sandstrand – etwas, das auf Madeira eher selten ist. Der Strand liegt eingebettet zwischen Felsen und wirkt fast ein wenig versteckt.

Was mir hier besonders aufgefallen ist, war die Ruhe. Kein großes Treiben, keine Hektik. Einfach ein Ort, an dem man stehen bleibt, schaut und den Moment auf sich wirken lässt.

Seixal ist vielleicht kein Ort, den man unbedingt als erstes auf dem Plan hat.

Aber genau das macht ihn besonders.

Quinta da Cruz – ein Ort zum Durchatmen

Die Quinta da Cruz ist einer dieser Orte, die man vielleicht nicht unbedingt auf jeder klassischen Route findet – und die gerade deshalb besonders sind.

Der Begriff „Quinta“ steht auf Madeira für ein Landgut, oft mit einem Herrenhaus und einem großen Garten. Viele dieser Anlagen gehörten früher wohlhabenden Familien und wurden landwirtschaftlich genutzt. Heute sind einige von ihnen öffentlich zugänglich und geben einen kleinen Einblick in dieses frühere Leben auf der Insel.

Auch die Quinta da Cruz hat etwas von diesem Charakter bewahrt. Zwischen Pflanzen, Wegen und kleinen Details entsteht eine ruhige Atmosphäre, die sich deutlich von den bekannteren Orten unterscheidet.

Es ist kein Ort, der laut ist oder sich in den Vordergrund drängt. Eher einer, den man entdeckt – und dann bleibt.

Nonnental – verborgen zwischen den Bergen

Das Nonnental, oder Curral das Freiras, gehört zu den eindrucksvollsten Orten auf Madeira.

Eingebettet zwischen hohen, steilen Bergen liegt dieser Ort fast verborgen im Inneren der Insel. Schon die Fahrt dorthin ist besonders, denn mit jeder Kurve öffnet sich der Blick ein Stück weiter in diese beeindruckende Landschaft.

Der Name „Nonnental“ geht auf eine alte Geschichte zurück. Im 16. Jahrhundert sollen Nonnen aus Funchal hier Zuflucht gesucht haben, um sich vor Piratenangriffen zu verstecken. Die abgeschiedene Lage machte das Tal zu einem sicheren Rückzugsort.

Wenn man heute dort steht, kann man sich gut vorstellen, warum.

Die Berge wirken fast wie eine natürliche Schutzmauer. Gleichzeitig entsteht eine besondere Ruhe, die man so an kaum einem anderen Ort findet.

Für mich war das Nonnental einer dieser Plätze, die nicht nur durch ihre Landschaft beeindrucken, sondern durch das Gefühl, das sie hinterlassen.

Still, geschützt – und auf eine ganz eigene Weise besonders.

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