Beim Scannen meiner alten Fotos von Zakynthos musste ich mehr als einmal schmunzeln. Kaum schaut man die Bilder an, ist alles wieder da. Die Hitze, das grelle Licht, dieses unglaubliche Blau vom Meer – und das Gefühl, den ganzen Tag unterwegs zu sein.
Einer der Ausflüge, an den ich mich sofort wieder erinnert habe, war die Fahrt mit dem Boot entlang der Küste von Zakynthos. Vom Wasser aus sieht die Insel noch einmal ganz anders aus. Steile Felsen, kleine Buchten und dieses leuchtend blaue Meer, das man kaum beschreiben kann.






Die Schmugglerbucht – das Wrack von Zakynthos
Die berühmte Schmugglerbucht gehört zu den bekanntesten Orten auf Zakynthos. Heute kennt man sie aus unzähligen Bildern, aber ihren Namen hat sie durch ein echtes Ereignis bekommen.
In den 1980er Jahren lief hier ein Schmugglerschiff auf Grund, das angeblich Zigaretten transportierte und vor der Küstenwache flüchtete. Das Wrack blieb in der kleinen Bucht liegen und wurde mit der Zeit zu einem Wahrzeichen der Insel. Seitdem gehört ein Bootsausflug zu diesem Ort fast zu jedem Zakynthos-Besuch dazu.



Zakynthos Stadt
Natürlich haben wir uns auch Zakynthos Stadt angeschaut. Der Hafen gehört einfach dazu, wenn man auf der Insel ist. Von hier starten die Boote zu den Ausflügen, und gleichzeitig spielt sich dort ein großer Teil des Lebens ab.
Ich erinnere mich noch gut an die vielen kleinen Straßen, Cafés und Geschäfte rund um den Hafen. Alles wirkte hell, warm und irgendwie typisch griechisch. Die Häuser sehen heute noch anders aus als auf vielen anderen Inseln, weil Zakynthos bei einem schweren Erdbeben in den 1950er Jahren fast vollständig zerstört wurde und danach neu aufgebaut werden musste.


Trotzdem hat die Stadt ihren eigenen Charakter behalten. Besonders am Wasser entlang zu laufen und auf die Boote im Hafen zu schauen, gehörte für mich zu den Momenten, in denen man einfach merkt, dass man im Urlaub ist.
Unterwegs im Inselinneren
Was mir beim Durchsehen der Fotos auch wieder aufgefallen ist, wie grün Zakynthos eigentlich war. Wenn man an eine griechische Insel denkt, hat man schnell trockene Landschaft und viel Felsen im Kopf. Auf Zakynthos war das aber nicht so. Sobald man sich vom Meer entfernt hat, wurde es richtig grün.




Wir sind damals auch ins Inselinnere gefahren, und dort sah alles ganz anders aus als an der Küste. Hügel, viele Bäume, kleine Straßen und immer wieder Orte, die fast ein bisschen ruhig und verschlafen wirkten. Gerade diese Gegensätze machen für mich den Reiz der Insel aus.



Nicht nur die bekannten Buchten und Strände, sondern auch die Landschaft im Landesinneren ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.






Ausflug nach Olympia
Von Zakynthos aus haben wir damals auch einen Ausflug aufs Festland gemacht. Mit der Fähre ging es hinüber auf den Peloponnes, und von dort weiter nach Olympia. Das war für mich etwas ganz Besonderes, weil man diesen Ort eigentlich nur aus dem Geschichtsunterricht kennt.



Olympia gilt als der Ursprung der Olympischen Spiele. Schon in der Antike fanden hier Wettkämpfe statt, lange bevor es die modernen Spiele gab. Wenn man zwischen den alten Ruinen steht, kann man sich kaum vorstellen, dass hier vor über zweitausend Jahren Sportler aus ganz Griechenland zusammengekommen sind.



Ich erinnere mich noch gut daran, dass es dort unglaublich heiß war und wir zwischen den Säulen und Steinen herumgelaufen sind.

Viele Jahre sind vergangen, aber Zakynthos fühlt sich beim Anschauen der Fotos immer noch nah an. Eine Reise mit vielen Eindrücken, an die ich mich bis heute gern erinnere.
