Weite Landschaften und große Kontraste
Beim Durchsehen meiner Fotos von Djerba 1997 wird schnell klar:
Diese Reise bestand nicht nur aus Strand und Hotel.
Sie führte weit hinaus —
in karge Landschaften,
zu Oasenorten
und bis an den Rand der Sahara.
Und genau diese Mischung macht die Erinnerungen heute so besonders.
Flamingoinsel… ohne Flamingos
Eines meiner Fotos ist mit „Flamingoinsel“ beschriftet. Und ich musste wirklich schmunzeln.
Denn auf den Bildern ist kein einziger Flamingo zu sehen. Stattdessen flaches Wasser, weite Horizonte und dieses ruhige, fast stille Küstenlicht.






Rückblickend passt das irgendwie perfekt zu vielen Reisemomenten von damals — nicht alles war spektakulär, aber vieles hatte eine ganz eigene Atmosphäre.
Tamerza – eine Oase zwischen Fels und Weite
Schon auf den ersten Blick wirkt dieser Ort anders als die Küstenregionen rund um Djerba. Die Landschaft wird rauer, die Farben trockener — und gleichzeitig öffnet sich eine beeindruckende Weite.
Tamerza liegt im tunesischen Atlasgebirge, nahe der algerischen Grenze, und genau das spürt man auch.
Hier fühlt sich Tunesien plötzlich ganz anders an.





Atlasgebirge
Hier sieht man den Kontrast zwischen Meerblick/ Strand und Landesinnere/ Trockenheit. Die Farben werden trockener, die Formen kantiger. Die Straßen ziehen sich durch eine Gegend, die auf den ersten Blick fast karg wirkt.
Und doch haben genau diese Landschaften etwas.
Keine Postkartenidylle. Keine üppige Mittelmeerromantik. Eher Weite und Ruhe.
Mit etwas Abstand sehe ich darin heute einen Teil Tunesiens, den man leicht übersieht, wenn man nur ans Meer denkt.



Chebika
Nach den eher trockenen Bergbildern wirkt dieser Ort fast wie ein kleiner Gegenpol. Zwischen Felsen und sandfarbenen Hängen erscheint hier überraschend viel Grün. Palmen – Ein wenig Wasser. Und darüber wieder dieser helle Himmel.





Ich weiß noch, dass mich genau dieser Kontrast damals beeindruckt hat — auch wenn ich ihn 1997 wahrscheinlich noch nicht so benannt hätte wie heute.
Diese Faszination haben auch Filmemacher erkannt. Die Region rund um Chebika diente ebenfalls mehrfach als Filmkulisse.
Kamelreiten in der Sahara
Damals gehörte das für viele Urlauber einfach dazu. Ein Stück Wüste erleben.
Einmal „wie in der Sahara“ unterwegs sein. Und ja — auch ich saß damals auf einem dieser geduldigen Wüstenschiffe.



Rückblickend ist so ein Kamelritt für mich ein sehr typisches Bild dieser Zeit.
Vieles wurde einfach gemacht, ohne lange darüber nachzudenken. Man hat gebucht, erlebt, Fotos gemacht.
Heute ist der Blick darauf oft ein anderer. Nicht unbedingt schlechter — aber bewusster.

Erinnerung bleibt Erinnerung
Ein Stück Sahara.
Ein Stück 90er-Reisewelt.
Und eine Erinnerung daran, wie sehr sich unser Blick aufs Unterwegssein weiterentwickelt.


