Málaga gehört zu diesen Orten, die man oft mit Sonne und Strand verbindet. Doch beim genaueren Hinsehen zeigt die Stadt noch viel mehr.
Zwischen historischen Gebäuden, Kunst und der umliegenden Landschaft entdeckt man immer wieder neue Perspektiven auf Andalusien.





Das römische Theater von Málaga
Das Teatro Romano de Málaga ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt und stammt aus der Zeit des Römischen Reiches. Gebaut im 1. Jahrhundert n. Chr. während der Regierungszeit von Augustus. Damals gehörte Málaga zum römischen Reich und hieß Malaca.
Das Spannende: Das Theater war viele Jahrhunderte unter anderen Gebäuden verborgen.
Erst 1951 wurde es bei Bauarbeiten wiederentdeckt und später freigelegt.
Heute liegt es direkt unterhalb der maurischen Festung Alcazaba of Málaga, wodurch zwei völlig unterschiedliche Epochen der Stadtgeschichte direkt nebeneinander sichtbar werden.
Das römische Theater wird sogar heute noch gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt – eine schöne Verbindung von Antike und Gegenwart.



Santa María
Ein Teil der historischen Seite von Málaga zeigt sich in der Kirche Santa María. Die Architektur wirkt ruhig und klar und erinnert daran, wie viele verschiedene Epochen diese Stadt geprägt haben.
Solche Orte laden oft dazu ein, einfach kurz stehen zu bleiben.
Ein Moment Abstand vom geschäftigen Stadtleben draußen.
Die Kirche Santa María gehört zu den ältesten christlichen Sakralbauten in Málaga. Sie entstand kurz nach der Rückeroberung der Stadt im Jahr 1487 und verbindet Elemente der Gotik, Renaissance und späterer barocker Erweiterungen. Wie viele Kirchen Andalusiens erzählt auch sie ein Stück der bewegten Geschichte der Stadt.




Pablo Picasso – Sohn der Stadt
Mit Málaga verbindet man unweigerlich auch einen Namen: Pablo Picasso.
Der berühmte Künstler wurde hier geboren, und noch heute erinnert eine Statue im Stadtbild an ihn. Wenn man davor steht, wirkt es fast so, als würde er einfach zum Alltag der Stadt gehören.
Eine schöne Erinnerung daran, dass selbst weltbekannte Künstler einmal ganz gewöhnlich irgendwo angefangen haben.



Kathedrale von Málaga (La Manquita)
Die Málaga Cathedral gehört zu den markantesten Bauwerken der Stadt. Offiziell heißt sie Catedral de la Encarnación, doch im Volksmund wird sie meist nur „La Manquita“ – die Einarmige genannt.
Der Grund dafür fällt sofort ins Auge: Die Kathedrale besitzt nur einen fertigen Turm.



Der Bau begann 1528, nachdem Málaga einige Jahrzehnte zuvor von den Mauren zurückerobert worden war. Die Kathedrale entstand auf dem Gelände einer ehemaligen Moschee – etwas, das in vielen Städten Andalusiens zu finden ist.
Gebaut wurde über mehr als zwei Jahrhunderte. Dadurch vereint das Gebäude mehrere Baustile.
Eigentlich waren zwei Türme geplant. Doch einer davon wurde nie fertiggestellt.
Der Legende nach wurde das Geld stattdessen für andere Projekte verwendet – unter anderem für Hilfe im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Historiker sind sich da nicht ganz einig, aber die Geschichte hält sich bis heute.
So blieb die Kathedrale mit nur einem Turm zurück – und bekam ihren Spitznamen:
La Manquita – die Einarmige Dame von Málaga.




El Torcal de Antequera
Nicht weit von Málaga entfernt verändert sich die Landschaft plötzlich komplett.
Im Naturgebiet El Torcal de Antequera findet man eine der ungewöhnlichsten Felslandschaften Spaniens.



Die Kalksteinformationen sind über Millionen Jahre durch Wind und Wasser entstanden und wirken teilweise fast surreal. Manche Felsen erinnern an gestapelte Steine oder bizarre Skulpturen.



Ein Ort, der zeigt, wie vielseitig die Region rund um Málaga eigentlich ist.

Da ist das Meer mit seinen Stränden und dem weiten Blick über das Wasser.
Da ist die lebendige Altstadt mit Kirchen, Plätzen und Kunst.
Und nur ein Stück weiter beginnen bereits die Berge und die offene Landschaft Andalusiens. Vielleicht ist es genau diese Nähe der Gegensätze, die Málaga so besonders macht.