Dieses Licht über Palma…
Manchmal erzählen alte Fotos mehr, als man in dem Moment überhaupt bewusst wahrgenommen hat.
Als ich meine Mallorca-Bilder von 1997 wieder in den Händen hielt, musste ich selbst schmunzeln.
Denn eines fällt sofort auf: Die Kathedrale von Palma taucht… sagen wir… überdurchschnittlich oft auf.
Aber ganz ehrlich? Es gibt gute Gründe dafür.
Ein Bauwerk, das man nicht übersehen kann
Schon beim ersten Blick auf La Seu, wie die Kathedrale von Palma genannt wird, war da dieses Gefühl von:
Wow… die ist wirklich besonders.
Was mich damals — und auch heute noch — sofort einfängt: das helle, warme Gestein, die klaren, hohen Linien und dieser intensive mallorquinische Himmel darüber
Gerade bei strahlendem Wetter wirkt die Kathedrale fast, als würde sie selbst leuchten.
Und ja… genau deshalb ist meine Fotokamera damals offensichtlich öfter hochgegangen als geplant.









Auch wenn ich 1997 sicher nicht mit architektonischem Fachwissen durch Palma gelaufen bin — der Baustil springt einem förmlich entgegen. Die Kathedrale ist ein Meisterwerk der katalanischen Gotik.
Typisch dafür sind: die enorme Höhe, die klaren, fast kraftvollen Linien, die riesigen Fensterflächen und diese besondere Lichtwirkung im Innenraum.
Der Bau begann bereits im 13. Jahrhundert — und wenn man davorsteht, spürt man dieses Alter irgendwie. Nicht schwer, nicht düster, sondern überraschend hell und offen.

Menschen, die über den Platz laufen. Das Licht, das über den hellen Stein wandert.
Und immer wieder dieser offene Blick Richtung Meer.
Genau diese Mischung macht den Bereich rund um La Seu so besonders.




Santa Ponsa – mein Blick von damals und heute
Wenn ich meine Fotos aus Santa Ponsa von 1997 anschaue, merke ich, wie sich mein Blick im Laufe der Jahre verändert hat.
Damals habe ich einfach festgehalten, was vor mir lag: die geschwungene Bucht, die Hotels, das Leben am Wasser.
Heute bleibe ich beim Anschauen einen Moment länger hängen. Denn ja — Santa Ponsa ist kein verstecktes Naturparadies. Die Bucht ist sichtbar geprägt vom Tourismus. Gebaut wurde hier viel, und dicht wirkt es stellenweise auch.
Und trotzdem…






Santa Ponsa wirkt auf mich heute wie ein Ort, der einfach gewachsen ist — mit allem, was dazugehört.
Wo Menschen ankommen.
Wo Urlaub beginnt.
Wo gearbeitet, gewohnt und gelebt wird.
Nicht geschniegelt. Nicht perfekt. Aber lebendig.
Und vielleicht ist genau das ehrlicher als jedes Postkartenmotiv.
Die stille Seite der Insel
Gerade beim Blick in diese Berglandschaft wird mir heute bewusst, wie vielseitig Mallorca eigentlich ist.
Zwischen touristischen Hotspots und ruhigen Naturmomenten liegen oft nur wenige Kilometer — und doch fühlt es sich an wie eine andere Welt.
Vielleicht ist genau das eines der Geheimnisse dieser Insel:
Dass beides nebeneinander existiert.
Das Lebendige.
Und das Ruhige.





Mallorca ist vielschichtig.
Manchmal laut.
Manchmal überraschend ruhig.
Und vielleicht ist genau das das Besondere:
Dass jeder ein anderes Mallorca findet.
Für mich bleibt die Insel — damals wie heute — ein Ort voller Kontraste, voller Licht und voller Erinnerungen.
Und definitiv so viel mehr als ihr Ruf.