Warum ich Inseln brauche

Ich habe zu Hause Ruhe.
Es ist leise, kein Lärm, kein Trubel.
Und trotzdem ist das etwas anderes.

Diese innere Ruhe, die ich auf Inseln erlebt habe, kannte ich vorher nicht.

Auf Madeira war es das Meer und die Weite.
Auf Boa Vista der Wind, der Strand, dieses No Stress, das einfach da war.
Und auf dem Nil waren es die Tage, an denen die Landschaft langsam vorbeigezogen ist
und nichts von mir wollte.

Es gab kein Müssen, aber es gab Bewegung.

Ich konnte losgehen, ohne ein Ziel haben zu müssen.
Ich wollte sehen, entdecken, stehen bleiben, weitergehen,
weil es sich richtig angefühlt hat – nicht, weil ich etwas aus dem Tag machen musste.

Die Ruhe hat mich nicht angehalten, sie hat mich getragen.

Kein inneres Antreiben.
Kein Druck, etwas erleben zu müssen.
Nur dieses leise Gefühl, dass alles, was passiert, genug ist.

Ich war ruhig, ohne stillstehen zu müssen.
Ruhig, und trotzdem offen.
Ruhig, ohne es zu versuchen.

Ruhe ist kein Stillstand, sondern ein Zustand.
Bewegung entsteht aus Freiheit, nicht aus Pflicht.
Ich bin unterwegs, aber nicht getrieben.

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