Urlaub im Glas

Mein Ritual am ersten und letzten Urlaubstag

Es gibt Dinge, die werden mit der Zeit zu einem kleinen Ritual.
Bei mir gehört auf Madeira eines ganz fest dazu.

Am ersten Tag, oft noch leicht müde von der Anreise, mache ich mich auf den Weg und besorge mir Brisa Maracujá. Nicht, weil ich muss – sondern weil es für mich dazugehört.
Dieser erste Schluck schmeckt für mich nach Ankommen.

Fruchtig, süß, aber nicht zu süß. Inzwischen gibt es sie sogar zuckerfrei, doch der Geschmack der Maracuja bleibt: leicht, sonnig, ein bisschen tropisch.
Wie Urlaub im Glas.

Es ist kein großes Highlight, kein Must-do, kein Geheimtipp. Nur ein kleines, persönliches Zeichen dafür, dass ich wirklich da bin. Auf meiner Insel. Im Moment.


Und weil jeder Urlaub – leider – auch einmal endet, gibt es auf Madeira für mich noch ein kleines Abschiedsritual.

Am letzten Tag, wenn der Koffer schon fast gepackt ist und der Blick immer wieder zur Uhr wandert, gehe ich noch einmal los. Nicht hastig, nicht traurig – eher bewusst.

Ich setze mich hin, bestelle mir einen Bolo do caco und dazu eine Brisa.
Kein großes Abschiedsessen, kein letzter Programmpunkt. Einfach nur ein Moment zum Durchatmen.

Ich schmecke noch einmal die Insel. Das Brot, warm und vertraut. Die Süße der Maracuja im Glas.

Und irgendwo zwischen dem ersten Bissen und dem letzten Schluck denke ich:
Bis bald. Nicht „Leb wohl“.
Nur ein stilles Versprechen an mich selbst, wiederzukommen.

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