Ägypten Nilkreuzfahrt

Tag 11

Tell el-Amarna – Stadt des Lichts, verweht im Wüstensand

Tell el-Amarna, einst Achet-Aton – der „Horizont des Aton“ – war die große Vision des Pharao Echnaton. Hier wollte er eine neue Zeit beginnen, fernab der alten Machtzentren und fern der alten Götter. Nur eine Gottheit sollte verehrt werden: Aton, die Sonne, das Licht, das alles Leben spendet.

Heute ist von dieser Stadt kaum mehr als Sand und Steine geblieben. Und doch liegt ein besonderer Zauber über diesem Ort. Der Wind streicht über die flache Ebene, trägt die Stimmen der Vergangenheit davon.

Ich erinnere mich noch gut an diesen Moment: Ich stand inmitten der Ruinen, der Wind wehte heftig, der Sand peitschte über den Boden.

Heute erinnere nur noch vereinzelte Reliefs und Fundamente an seine große Idee. Eine Stadt für das Licht, eine Religion für den Himmel – ein Traum, der im Sand endete.

Kaum ein Laut – nur dieses unaufhörliche Rauschen, als würde die Wüste selbst erzählen. Vielleicht war das der Geist Echnatons, der seine Stadt noch immer beschützt.

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