Mein Neustart: Menorca nach Corona
Eine Reise, um wieder das Gefühl vom Reisen zu bekommen – nach den vielen Monaten, in denen ich mich nicht getraut habe, überhaupt wegzufahren.
Menorca erschien mir perfekt: nur eine Stunde Flugzeit von zu Hause entfernt. Und der kleine Gedanke, dass ich im Notfall schnell wieder zurück könnte, war irgendwo tief in mir vergraben. Aber diesmal wollte ich ihn nicht zu sehr an mich heranlassen – es wird schon alles gut gehen.
Ankommen in Son Parc
Mein Reiseziel war die Region Son Parc, an der Nordküste gelegen. Nicht weit vom Flughafen und trotzdem angenehm ruhig. Die Bucht, in der mein Hotel lag, war traumhaft: ein feiner Sandstrand, nicht überfüllt, und das Wetter wurde mit jedem Tag meiner Reise ein kleines Stück besser.

Vom Balkon aus konnte ich direkt aufs Meer schauen. Das Rauschen der Wellen begleitete mich Tag und Nacht – ein Gefühl von Freiheit, das mir so lange gefehlt hatte.


Als ich auf meinem Balkon saß und das Meerrauschen hörte, fühlte ich mich zum ersten Mal seit Jahren wieder frei. Das hat mir in den letzten Monaten so gefehlt. Und ab und zu bekam ich Besuch.

Insel erkunden – mit dem Bus
Natürlich hätte ich ein Auto mieten können. Aber direkt am Hotel gab es eine Bushaltestelle, der Fahrplan war übersichtlich und so entschied ich mich, die Insel mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu entdecken. Das war unkompliziert und gleichzeitig entschleunigend – genau richtig für meinen Neustart.

Fornells – ein Ort zum Durchatmen
Fornells ist ein kleiner, aber sehr charmanter Fischerort mit einem hübschen Hafen. Überall Boote, Segler, Surfer, Kajakfahrer – sogar Taucher, die die Unterwasserwelt erkunden. Es herrscht eine entspannte, lebendige Atmosphäre, die sofort zum Verweilen einlädt.




Der Ort selbst lädt zum bummeln ein. Durch die kleinen Gassen, wo man immer wieder etwas neues entdeckt, verwinkelte Wege und sich plötzlich öffnende Plätze ist es ein überraschendes Abenteuer durch Fornells zu schlendern.







Wenn man schon hier ist, sollte man unbedingt den Fisch probieren. Zugegeben, die Strand-Restaurants sind nichts für den kleinen Geldbeutel, aber der Preis lohnt sich für den frischen Fisch. Und wenn man ihn in so schöner Umgebung genießen kann, ist das ohnehin unbezahlbar.

Ein Stück Geschichte habe ich hier auch entdeckt: die Ruine des Castell de Sant Antoni, einst zum Schutz vor Piraten errichtet. Und weiter die Küste entlang den Torre de Fornells, einen alten Verteidigungsturm auf einem Hügel. Der Aufstieg war anstrengend, aber die Aussicht von oben war atemberaubend – ein Moment, der sich tief eingeprägt hat.







Geht man ein Stück weiter an der Uferpromenade entlang, kommt man am Ende des Weges zum Torres de Fornells. Ein Verteidigungsturm, der die Einfahrt zur Bucht überwacht. Wenn man gut zu Fuß ist, kann man um den ganzen Turm herum laufen, aber vorher muss man erst einen Hügel rauflaufen. Aber es lohnt sich. die Aussicht von oben ist wunderbar. Auf dem Weg nach unten, kann man noch an der Kapelle vorbei schauen, die sich unterhalb des Turm befindet.



Maó – die lebendige Hafenstadt
Auch Maó durfte nicht fehlen. Obwohl es offiziell gar nicht so klein ist, wirkt die Stadt gemütlich und einladend. Der Hafen ist beeindruckend – von großen Autofähren bis zu kleinen Fischerbooten ist hier alles vertreten.
Ich habe Maó zu Fuß erkundet. Überall gibt es Hinweisschilder zu Rundwegen, die Orientierung fiel mir leicht. Es war schön, einfach loszugehen, den Wegschildern zu folgen und die Stadt mit ihren Gassen und Plätzen auf mich wirken zu lassen.










Mein Fazit
Menorca war für mich mehr als nur eine Insel. Es war der Ort, an dem ich mich wieder ins Reisen verliebt habe – vorsichtig, aber voller Hoffnung.
Der Klang der Wellen, die Sonne auf der Haut, die kleinen Abenteuer unterwegs – all das hat mir gezeigt: ich kann wieder losziehen, Schritt für Schritt.
Und dieser erste Schritt führte mich nach Menorca
